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Hainburg

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Schuljahr 2012/13

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NMS – Neue Mittelschule

SchülerInnen der Mittelschule Hainburg an der Donau auf Spurensuche im Nationalpark Donau-Auen

Die vierten Klassen des Schuljahres 2011/12 der Mittelschule Hainburg an der Donau können seit nunmehr drei Jahren von einem Betreuungsprojekt des Nationalpark Donau-Auen profitieren: Gemeinsam mit der Nationalpark-Rangerin Gabriele Hrauda haben sie sich auf die Spurensuche im Nationalpark Donau-Auen gemacht, ob es sich dabei um die Wasserqualität, die Au-Bewohner oder die Artenvielfalt handelt.

Unabhängig von der Jahreszeit und bei jedem Wetter erforschten die SchülerInnen vor allem die Donau-Auen am Südufer. Im Winter begaben sie sich auf Spurensuche und übten sich im Fährtenlesen, im Frühling verkosteten sie essbare Kräuter und Früchte und im Sommer entdeckten sie Kleintierwelt der Hainburger Kastln, stiller, von der Donau abgetrennter Altwässern. Groß war die Begeisterung beim Entdecken von Wasserskorpionen, Libellenlarven oder kleinen Molchen. Für das Thema Artenvielfalt wurden in bestimmten Bereichen Pflanzen und Insekten eingesammelt und bestimmt. Das vermeintlich sperrige Thema faszinierte auch die Jugendlichen. Als sie binnen einer halben Stunde auf einem kurzen Wegabschnitt Blätter und Blüten von 30 verschiedenen Pflanzen zusammentrugen und auf einem großen Tuch auflegten, wurde der Begriff Vielfalt plötzlich ganz augenscheinlich!

Im Vordergrund stand bei allen Exkursionen die aktive Mitarbeit der SchülerInnen, eine kurze und genaue Anweisung sollte sie dazu bringen ihre Aufgaben selbständig lösen zu können, trotzdem aber so viel Freiheit zu haben, um dabei auch eine kleine Entdeckungsreise in ihre unmittelbare Lebensumgebung zu unternehmen.

Der Winter wurde auch für Programme in der Schule genützt. Dabei stand vor allem die Donau als Lebensader des Nationalparks aber auch ihre Bedeutung als Schifffahrtsstraße und als großes internationales Gewässer im Vordergrund. Besonders spannend für die Jugendlichen war es, die Ereignisse des Dezembers 1984, der Aubesetzung, an Hand von Zeitungartikeln aufzuarbeiten.

Kennzeichnend für alle Programmbausteine ist ihre weite inhaltliche Streuung, sodass sie mit verschiedenen Unterrichtgegenständen verknüpft werden können. Die Bandbreite reicht von der klassischen naturwissenschaftlichen Anbindung mit Biologie, Physik und Chemie über Geographie, Wirtschaft, bis hin zur Zeitgeschichte und letztendlich zur künstlerischen Annäherung an die Donau und den Auwald.

Der Nationalpark Donau-Auen kooperiert im Rahmen seiner Umweltbildungsarbeit mit mehreren Schulen aus Nationalpark-Gemeinden. Um eine Identifikation der SchülerInnen mit ¿ihrem¿ Nationalpark vor der Haustüre zu fördern, erstellen Nationalpark-RangerInnen ein Jahresprogramm für die Projektklassen, das die vielfältigen Aspekte des Nationalparks abdeckt. Die Betreuung der Mittelschule Hainburg startete bereits 2009, gefördert durch das Österreichische Programm zur Entwicklung des Ländlichen Raumes. Die Resonanz ist bei den SchülerInnen, die mit Begeisterung dabei sind, als auch beim Lehrerteam ausgesprochen gut.

Wenn die vierten Klassen heute nun den letzten Tag im Rahmen des Projektes im Nationalpark verbracht haben, so wurde das Programm auch dafür passend gewählt. Einerseits erlebten die Schüler das Gebiet aus einem anderen Blickwinkel, denn vom Wasser, paddelnd in einem Kanu erhält man wieder ganz andere Einblicke. Das Gestalten eines Landartobjektes wiederrum diente als Anregung sich auch weiter mit den Donau-Auen auseinanderzusetzen, zumal es bei diesen „Kunstwerken“ oft ganz spannend ist ihre Weiterentwicklung über Tage und Wochen zu verfolgen...

(Nationalpark Donau-Auen, Mag. Ursula Grabner, Orth/Donau, 20. Juni 2012)

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